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Klagenfurt am Wörthersee
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Das Prophylaxe-Programm

Zahnputz-Set
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Geburt - erste Lebensmonate

Der schlechte Gebisszustand der Dreijährigen führte 1985 zusätzlich zur Einführung eines eigenen Prophylaxeprogramms für Wöchnerinnen. An der Geburtenstation des Klinikum Klagenfurt werden wöchentliche Treffen mit frisch gebackenen Müttern organisiert.

Eine Zahngesundheitserzieherin versucht in Gesprächen die Mütter für die Zahngesundheit zu interessieren und somit zukünftige Ernährungs- und Mundhygienefehler zu minimieren:

Nur informierte Mütter können das Übertragungsrisiko kariesfördernder Bakterien auf den Säugling  verringern, indem sie Schnuller oder Breilöffel ihres Kindes nicht durch Ablecken reinigen bzw. die Nahrung probieren.

Muttermilch gilt als beste Nahrung für die ersten Monate. Gefahr für die Kinderzähne droht meist durch zuckerhaltige Fertignahrungen und Getränke.
Die Vorliebe für die Geschmacksempfindung „süß“ wird bereits im Kleinkindalter ausgebildet. Empfehlenswert ist daher die frühzeitige Gewöhnung an eine herzhafte und kauaktive Ernährung, die mit wenig Zucker auskommt.


Die Grundlage dieser Aufklärungs- und Motivationsgespräche bilden die

vier Säulen der Zahnprophylaxe

1. (zahn)gesunde Ernährung
2. regelmäßige Mundhygiene
3. Einsatz von Fluoriden
4. regelmäßige zahnärztliche Kontrollen

Nachzulesen in der
Nummer 1 der Broschürenserie
Ein Herz für Zähne“ – „Säugung und Kieferentwicklung“.


Klagenfurterinnen, die außerhalb des Klinikums entbinden, werden ebenfalls in diesem Programm angesprochen. In einem persönlichen Schreiben bieten wir den Müttern wahlweise zwei Termine für eine persönliche Beratung im Zahngesundheitszentrum Lidmanskygasse 20, 1. Stock, an. (Dies gilt für alle Mütter, die nicht persönlich erreicht werden konnten.)

Seit April 2005 ist auch in den städtischen Elternberatungsstellen der Abteilung Jugend und Familie als Zusatzangebot turnusmäßig eine Zahngesundheitserzieherin anwesend.

Einjährige Kinder

Allen, in Klagenfurt gemeldeten Familien mit einjährigen Kindern  wird ein Zahnputzplan zugesandt. Dieser Plan aus der Serie „Ein Herz für Zähne“ enthält Tipps für  das Alter entsprechende Mundhygienemaßnahmen vom ersten Milchzahn an. Die ersten Zähnchen sollen zuerst mit Wattestäbchen oder weichen Mull-Läppchen und später mit weichen Zahnbürsten gereinigt werden. Wichtig ist dabei die spielerische Gewöhnung des Kindes an die Bürste und an ihre regelmäßige Anwendung.

Zweieinhalb-jährige Kinder

Alle in Klagenfurt gemeldeten Familien mit zweieinhalb-jährigen Kindern erhalten die


Broschüre Nr. 2 aus der Serie
Ein Herz für Zähne“ -  „Das Kleinkind und seine Zähne“.

 

Kinder dieser Altersgruppe haben das vollständige Milchgebiss. Um dieses gesund zu erhalten, bedarf es nur weniger Maßnahmen, die in der Broschüre anschaulich dargestellt sind.
Zugleich wird den Eltern  dieser Kinder die erste Zahnvorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt empfohlen.
Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko können durch frühzeitige Untersuchung erkannt werden und so engmaschigen zahnärztlichen Kontrollen zugeführt werden.
Kariöse Milchzähne müssen ebenso wie bleibende Zähne zahnärztlich versorgt werden. Milchzähne fungieren als Platzhalter für die bleibenden Zähne und bestimmen deren Stellung. In kariösen Milchzähnen entstehen eitrige Entzündungen, die den unter dem Milchzahn liegenden Zahnkeim schädigen können.

Drei- bis sechsjährige Kinder

Alle Kindergärten der Landeshauptstadt  Klagenfurt, egal ob es städtische Einrichtungen sind oder private, Pfarr- oder Caritaskindergärten, sind im Zahnprophylaxeprogramm integriert.

 

Städtische Betriebe:
KG Rauscherpark
KG Feldkirchner Straße
KG St.Ruprecht
KG "Haus des Kindes"
KG Viktring
KG "Ich bin Ich"
KG Welzenegg
KG Wölfnitz
KG "Sonnenschein"
KG "Du und Ich"
KG Annabichl
KG "Regenbogen"
KG Fischl
KG "Bunte Knöpfe"

 

 

Private, Pfarr- und Caritasbetriebe:
KG Pfarre "Don Bosco"
1.englischer KG "Sunrise"
KG Pfarre "Herz Jesu"
KG Kloster Ursulinen
Slowenischer KG "Unser Kind"
KG Pfarre St.Josef "St.Marienheim"
KG "Elblhof" Pfarre St.Theresia
KG Kloster Harbach
Zweisprachiger KG Mikschallee "Sonce"
KG LKH
KG Pfarre Annabichl
KG "Hoppala" Tarviserstraße
KG Pfarre Viktring
KG Waldorf Linsengasse und Viktring
KG Pfarre St.Peter
KG Tatjana Kogler
KG "Wia daham" Steingasse
SOKG Maierniggalpe
Hilfswerk - KG Schleppeplatz


Eine geschulte Zahngesundheitserzieherin besucht zweimal jährlich jede Kindergartengruppe und betreut die Kinder einer bestimmten Altersgruppe einen Vormittag lang. Dabei werden die Kinder in speziellen, aufeinander abgestimmten Zahngesundheitsprogrammen mit den vier Säulen der Zahnprophylaxe vertraut gemacht. Die Arbeit in Kleingruppen und regelmäßige Putzübungen im Kindergartenalltag sollen den Lernerfolg erhöhen.
Programminhalt und sämlichte Lehrmittel werden von der Zahngesundheitserzieherin selbst geplant bzw. weitgehend selbst hergestellt.
Alle Kinder, die in Klagenfurt einen Kindergarten besuchen, erhalten ihren persönlichen Milchzahnpass. Zweck dieses Passes ist die spielerische Gewöhnung der Kinder an halbjährliche Zahnarztkontrollen. Im Pass wird die Teilnahme an den Zahnputzübungen kindgerecht mit einem Sticker bestätigt. Die Eltern werden in einem Informationsschreiben motiviert, mit ihrem Kind zumindest einmal im Jahr zur zahnärztlichen Kontrolle zu gehen.

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Sechs- bis zehnjährige Kinder


Zum Schuleintritt  erhalten alle Schüler der Volks- und Sonderschulen der Stadt Klagenfurt anlässlich einer Zahngesundheitslernstunde bunte Zahnputzbeutel überreicht. Die Zahngesundheitserzieherin erzählt das Diamärchen „Der kleine Riese will gesunde Zähne“, modifiziert nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Bernhard Lins/ Tyrolia Verlag. Abschließend gemeinsames Zähneputzen soll die Schulanfänger zu regelmäßiger Zahnpflege motivieren.

Anlässlich des Elternabends erhalten alle Eltern die

Nr. 3 der Broschürenserie

Ein Herz für Zähne“ – „Das Schulkind und seine Zähne“.
Ebenso werden alle Klassen der 2. bis 4. Schulstufe von der Zahngesundheitserzieherin einmal jährlich besucht, um mit den Kindern das Zähneputzen zu wiederholen und Lerninhalte wie Kariesentstehung, Zahnwechsel, richtige Ernährung, Fluoride, Zahnarztbesuch, Kieferorthopädie, Belagsanfärbung mittels Färbetabletten etc. zu besprechen.

In den ersten Klassen wird von der Zahngesundheitserzieherin der Zahngesundheitspass ausgeteilt. Als Fortstezung des Milchzahnpasses begleitet er die Kinder durch die Volkschule. Den Eltern wird empfohlen, mindestens einmal im Jahr den Zahnarztbesuch im Pass bestätigen zu lassen.

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Wanderpokal der Zahnprophylaxe
Lupe

1993, zum 10-jährigen Jubiläum des Klagenfurter Zahnprophylaxemodells stiftete der damalige Gesundheitsreferent Vizebürgermeister Kurt Peterle den „Wanderpokal der Zahnprophylaxe“. Er wurde bis 2010 jedes Jahr Mitte September (rund um 25. 9., dem Tag der Zahngesundheit) an die erste Klasse verliehen, deren untersuchte Kinder die meisten kariesfreien Zähne aufweisen konnten.

Pokalsieger 2009/10 ist die 2.a Klasse der VS 7 / Welzenegg

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Seite aktualisiert am: 17.05.2012